Kernbohrung in Boden 80mm fur dusche

Boden-Kernbohrung für den Duschablauf: Was vor dem Bohren geklärt werden muss

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Eine bodengleiche Dusche wirkt schlicht. Was unter dem späteren Bodenbelag liegt, ist dagegen technisch anspruchsvoll: Ablauf, Leitungsführung, Gefälle, Abdichtung und der vorhandene Deckenaufbau müssen zusammenpassen. Wenn eine neue Rohrdurchführung durch Beton erforderlich ist, kann eine Boden-Kernbohrung der richtige Arbeitsschritt sein. Entscheidend ist nicht, möglichst früh ein Loch zu bohren, sondern den richtigen Punkt und den passenden Durchmesser vorab festzulegen.

In diesem Beitrag erklären wir, welche Angaben ein Sanitärbetrieb und der Auftraggeber vor einer Kernbohrung für den Duschablauf klären sollten, welche typischen Missverständnisse es gibt und wie sich unnötige Nacharbeiten vermeiden lassen.

Warum die Position des Duschablaufs zuerst feststehen muss

Bei einem Umbau wird die Position der Dusche oft anhand der Fliesen, der Duschrinne oder des gewünschten Einstiegs festgelegt. Für die eigentliche Leitungsführung genügt das noch nicht. Der Sanitärbetrieb muss wissen, wo das Abwasserrohr verlaufen soll, in welcher Höhe es angeschlossen wird und welches Gefälle benötigt wird. Daraus ergibt sich, ob überhaupt eine Durchführung durch den Boden erforderlich ist.

Eine Kernbohrung erzeugt eine runde Öffnung an der markierten Stelle. Sie entscheidet aber nicht darüber, wie die Entwässerung konstruiert werden muss. Die Rohrplanung gehört deshalb vor die Bohrplanung. Eine nachträglich versetzte Duschrinne kann sonst dazu führen, dass die zunächst vorgesehene Öffnung nicht mehr passt.

Ø80 mm, Ø100 mm oder ein anderer Durchmesser?

In der Praxis gibt es unterschiedlich große Kernbohrungen für Sanitärleitungen. Ein Durchmesser wie Ø80 mm kann für bestimmte Einbausituationen vorgesehen sein, ist jedoch keine pauschale Empfehlung für jeden Duschablauf. Maßgeblich sind das tatsächliche Rohr, Muffen oder Verbindungsteile, eine eventuell notwendige Hülse sowie die vorgesehene Einbausituation.

Die Rohrnennweite allein ist nicht automatisch der Durchmesser der Bohrung. Ein DN-Wert beschreibt eine Leitungsgröße, nicht sämtliche Außenabmessungen des kompletten Anschlusses. Bevor die Bohrkrone gewählt wird, sollte der ausführende Installateur daher die benötigte lichte Öffnung in Millimetern vorgeben.

Was muss über den Bodenaufbau bekannt sein?

Der sichtbare Fußboden besteht nicht immer nur aus einer Betondecke. Je nach Gebäude können Fliesen, Estrich, Dämmung und weitere Schichten darüber liegen. Bei einer Kernbohrung durch eine Geschossdecke sind die tatsächliche Konstruktion und die Dicke der betroffenen Schichten wichtig.

  • Beton oder Stahlbeton: Wo liegt die tragende Konstruktion, und welche Freigaben sind vor einem Eingriff erforderlich?
  • Estrich und Dämmung: Welche Schichten werden durchdrungen, und wie ist der spätere Anschluss geplant?
  • Fußbodenheizung oder Leitungen: Sind im vorgesehenen Bereich Rohre, Kabel oder andere Installationen vorhanden?
  • Unterseite der Decke: Was befindet sich im darunterliegenden Raum, und kann der Bohrbereich dort sicher abgesperrt werden?

Eine vorhandene Bauzeichnung hilft, ersetzt aber nicht in jedem Fall die Prüfung vor Ort. Die Lage verborgener Installationen und die statische Zulässigkeit müssen durch die dafür zuständigen Fachleute geklärt werden. Ohne diese Informationen sollte nicht einfach auf Verdacht gebohrt werden.

Die Unterseite der Bohrung wird häufig vergessen

Bei einer Durchbohrung der Decke entsteht ein Bohrkern. Der Bereich unterhalb der Bohrstelle muss berücksichtigt werden, ebenso der Zugang für Arbeiten und eine geeignete Sicherung. Das ist besonders wichtig, wenn sich im Geschoss darunter bereits fertige Räume oder empfindliche Einrichtungen befinden.

Deshalb gehört zur Vorbereitung nicht nur eine Markierung auf dem Fußboden. Es muss auch feststehen, ob der untere Bereich zugänglich ist, wer diesen freimacht und ob zusätzliche Schutz- oder Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind. Welche Ausführung technisch möglich ist, hängt von der konkreten Baustelle ab.

Was eine Kernbohrung leistet – und was danach folgt

Die Leistung des Kernbohrunternehmens besteht in der vereinbarten Bohrung. Danach folgen weitere Gewerke und Arbeitsschritte, etwa das Einsetzen der Abwasserleitung, das Herstellen eines funktionsfähigen Anschlusses, die Ausführung des Bodenaufbaus und die fachgerechte Abdichtung im Nassbereich. Diese Aufgaben sollten in der Beauftragung klar voneinander getrennt sein.

Gerade eine bodengleiche Dusche benötigt ein durchdachtes Gesamtsystem. Die Kernbohrung kann dafür eine notwendige Voraussetzung sein, ersetzt aber weder die Sanitärplanung noch die Abdichtung oder eine gegebenenfalls erforderliche statische Beurteilung.

Welche Angaben helfen bei der Anfrage?

Damit der Aufwand für eine geplante Boden-Kernbohrung realistisch eingeschätzt werden kann, sind bereits wenige konkrete Informationen hilfreich:

  1. Die Anzahl der benötigten Öffnungen und der vom Installateur freigegebene Durchmesser in Millimetern.
  2. Die ungefähre Dicke des Bodens beziehungsweise der Betondecke und, soweit bekannt, der Schichtenaufbau.
  3. Ein Foto der vorgesehenen Stelle mit gut sichtbarer Markierung sowie ein Bild der Unterseite, wenn es sich um eine Geschossdecke handelt.
  4. Angaben dazu, ob im Bereich Leitungen oder Fußbodenheizung verlaufen und ob die erforderlichen Prüfungen oder Freigaben erfolgt sind.
  5. Die Zugänglichkeit der Arbeitsstelle sowie die Möglichkeiten für Strom und Wasser auf der Baustelle.

So lassen sich Rückfragen reduzieren und die Kernbohrung mit den nachfolgenden Sanitärarbeiten sinnvoll abstimmen.

Häufige Fragen zur Boden-Kernbohrung für den Duschablauf

Kann man die Bohrung bereits vor der Auswahl der Duschrinne machen?

Nur dann, wenn der zuständige Fachbetrieb Position, Leitungsweg, Höhe und erforderliche Öffnung bereits verbindlich festgelegt hat. Andernfalls besteht das Risiko, dass die spätere Installation eine andere Durchführung benötigt.

Ist eine Bohrung in einer Stahlbetondecke grundsätzlich möglich?

Technisch lassen sich Kernbohrungen auch in Stahlbeton herstellen. Ob sie an einer bestimmten Stelle zulässig sind, ist jedoch eine gesonderte Frage. Tragende Bauteile und Bewehrung dürfen nicht ohne die erforderliche Beurteilung beziehungsweise Freigabe verändert werden.

Übernimmt CutDrill auch die Installation und Abdichtung der Dusche?

Dieser Beitrag beschreibt die Kernbohrung als einzelne Bauleistung. Sanitäranschluss, Ablaufplanung und Abdichtung müssen mit den jeweils zuständigen Fachbetrieben abgestimmt werden.

Kernbohrung für Ihr Badprojekt anfragen

Ob Umbau eines bestehenden Badezimmers oder neuer Sanitärbereich: Je besser Ablaufposition, Durchmesser und Deckenaufbau vorbereitet sind, desto gezielter kann die Bohrung ausgeführt werden. Informationen zu unserem Verfahren finden Sie unter Kernbohrung. Für eine konkrete Anfrage können Sie uns über die Kontaktseite die Eckdaten und Fotos des vorgesehenen Bereichs übermitteln.